Schottlandflug 2014

Deutschland - Belgien - Frankreich - England - Schottland - Kanalinsel

29.05. - 05.06. 2014 - 3.546 km , 20:37 h
EDRK Koblenz - EGMC Southend - EGNJ Humbersind - Peterlee - EGPG Coumbernauld - EGEO Oban - EGPJ Five - Eshott - Breighton - EGLS Old Sarum - EGJB Guernsey - LFRD Dinard - LFPD Bernay – EDRK
29.05.14 EDRK-EGMC 565 km 3:10 EGMC-EGNJ 335 km 2:01
30.05.14 EGNJ-Peterlee 159 km 0:56 Peterlee-EGPG 252 km 1:31 EGPG-EGEO 108 km 0:43
31.05.14 EGEO-EGPJ 321 km 2:03 EGPJ-Eshott 188 km 1:13
01.06.14 Eshott-Breighton 201 km 1:17 Breighton-EGLS 329 km 2:00
03.06.14 EGLS-EGJB 222 km 1:23
04.06.14 EGJB-LFRD 107 km 0:36 LFRD-LFPD 224 km 1:08
05.06.14 LFPD-EDRK 535 km 2:36
1. Tag 29.05.2014
Das Wetter war mal wieder gegen uns. Nach dem Frühstück beschließen wir es zu versuchen. In der Eifel ist die Wolkenuntergrenze gerade noch ausreichend. In den Ardennen und Nordfrankreich wird es aber immer besser. 20 km vor der Kanalküste eine Wolkenwand. Zum Glück nur ein paar km tief. Dann können wir die Küste von Dover sehen. Der Flug über den Kanal ist kein Problem. Nach 3:10 h landen wir hinter einem Linienflieger EASY JET mit entsprechendem Abstand in Southend. EGMC . Landegebühr und Handling 24,00 £ pro Nase bzw. Flieger.
Das Einreiseprozedere geht schnell, freundlich und professionell. Wir werden zum Tee eingeladen und man wünscht uns einen guten Weiterflug. Zunächst sieht alles gut aus. Je weiter wir jedoch von der Küste wegkommen desto schlechter wird die Sicht. In 500 ft. Höhe fliegen wir nach Norden. Der Foggy hat uns wieder.
Zur Sicherheit fliegen wir von Flugplatz zu Flugplatz. EGSR , Waits Fm, Newmarket Heath, Fen End Fm, Sutton Meadows, Chatteris, EGCL Fenland, in EGNW Wickenby überlegen wir kurz zu landen fliegen dann aber doch weiter über Grange Fm und Louth nach North Coates. Keine der überflogenen Plätze sieht einladend aus. Man hat eher den Eindruck dass es sich um Müllabladeplätze handelt.
Dann erreichen wir EGNJ Humberside. Wie ein Anfänger fliege ich in die Kontrollzone ein ohne vorherige Erlaubnis. Dann ist auch noch eine Zweimot im Endanflug. Der Tower gibt mir das Hedding und anschließend die Landerichtung
Zum guten Schluß landet Jürgen dann noch auf der falschen Bahn. Der Türmer ist sehr geduldig mit uns. Landegebühr, Handling und Übernachtung 24,00 £
Neben dem Fluplatz ist das Airporthotel - nightel - für unverschämte 79,00 £ können wir in einem Hühnerstall übernachten. In der Kantine bekommen wir ein zünftiges, reichliches Abendessen. Jedoch kein Bier. Es wird die schlechteste und gleichzeitig teuerste Übernachtung unserer Reise.
Am nächsten morgen starten wir um 8:55 nach Peterlee. Von dort aus wollen wir den Hadrianswall erkunden bzw. abfliegen. Am Platz werden wir sehr freundlich empfangen. Wir haben die Möglichkeit zu tanken, werden sogar an eine Tankstelle gefahren. Um 11:38 starten wir zum Hadrianswall. Erreichen ihn um 12:10
2. Tag 30.05.14
Humberside - Oban 08:55 Start EGNJ - Peterlee 00:56 h , 159 km
11:38 Start Peterlee - EGPG Cumbernauld 01:31 h , 166 km
Der Hadrianswall war ein römisches Grenzbefestigungssystem, das zwischen Newcastle und Solway Firth, nahe der heutigen Grenze zwischen Schottland und England in Großbritannien, angelegt war. Es wurde zwischen 122 und 128 n. Chr. auf Anordnung Kaiser Hadrians (76–138) erbaut, nachdem dieser auch die nördlichen Grenzen im Rahmen seiner Inspektionsreise durch alle Provinzen des Reichs besucht hatte. Der Wall erstreckte sich auf einer Länge von rund 113 Kilometern, sollte den Grenzverkehr überwachen und Überfälle sowie die unkontrollierte Einwanderung schottischer und irischer Stämme auf das Gebiet der Provinz Britannia verhindern. In ihrem östlichen Teil bestand die Anlage aus einer bis zu 4,5 Meter hohen Steinmauer, im westlichen Teil aus einem Erdwall. Zu ihrer Absicherung wurden ein Grabensystem sowie 320 Türme, 17 Kastelle und 80 Tore errichtet. Die Überreste des Walls lassen noch heute erahnen, wie Roms Grenzbefestigungen einst die Landschaft prägten. Er war das Ergebnis einer neuen Außenpolitik und Limesorganisation, die unter Hadrian ihre endgültige Gestalt annahm. Rom hatte unter seiner Herrschaft den Zenit seiner Macht bereits überschritten und begann sich innerhalb der bestehenden Grenzen zu verschanzen. Der Wall war bis zur Regierungszeit des Antoninus Pius, auf dessen Veranlassung an der Schwelle zum schottischen Hochland ein neues Holz-Torf-Wallsystem („Antoninuswall“) gebaut wurde, die nördlichste Grenzzone des römischen Reiches. Diese Erweiterung konnte jedoch nicht lange aufrechterhalten werden (etwa von 141 n. Chr. bis 180 n. Chr.). Der Hadrianswall und dessen Kastelle wurden nach Aufgabe des Antoninuswalles erneut zur Sicherung der Grenze genutzt. Große Teile der Wallanlage existieren noch heute, vor allem im landschaftlich eindrucksvollsten mittleren Abschnitt. Das Baudenkmal ist heute eines der bekanntesten Touristenattraktionen Nordenglands und wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Man kann es gut auf dem sogenannten Hadrianswall-Path/National-Trail erwandern und dabei alle relevanten archäologischen Stätten besuchen. Größtenteils auf einer Hochfläche angelegt, hat man von ihm aus einen guten Ausblick über das Umland.
Sicherheitslandung wg. Totalausfall der Bordelektrik
Landegebühr 15,00 £ 14:27 Start EGPG - EGEO Oban 00:43 h , 108 km
Nachdem ich in Cumbernauld entgegen der Landerichtung und ohne Funkverkehr gelandet bin können wir den Schaden schnell beheben indem ein Ersatzregler in die WD eingebaut wird. Vor lauter Hektik vergesse ich beim Fremd-Start den Tragflächendeckel zu schließen. der Flug nach Oban wird daher etwas ungemütlich. Ich habe leider nicht die Muse den schönen Flug über das Loch Lomond zu genießen. Der Anflug auf Oban ist jedoch trotz starkem Seitenwild kein Problem.
Nicht mal 10 min. Fußweg vom Flugplatz Oban erreichen wir unser Hotel - Lochnell Arms - Ein ehemaliges Wohnhaus zum Hotel und Gasthaus umgebaut. Die Wirtin empfängt uns freundlich da wir vom Flugplatz schon angekündigt sind. Auf meine Frage : Gibt es Bier ? erhalte ich die klare Antwort - nein - Auf blöde Fragen bekommt man die entsprechende Antwort. Ich erinnere mich nur an den Vortag. Das Haus liegt direkt am Wasser. Wir genießen den Abend, können Ebbe und Flut beobachten.
3.Tag : 31.05.2014
11:41 EGEO Oban - EGPJ Fife 13:44, 321 km 2:03 h
14:55 EGPJ Fife - Eshott 16:08, 188 km 1:13 h
Nach 10 Min. Spaziergang sind wir von unserer Unterkunft am Flugplatz. Der örtliche Fliegerclub hat heute zu einem Fly- Inn eingeladen. Wir werden versorgt und haben Zeit Kontakte zu knüpfen. Wie in der Wettervorhersage angekündigt herrscht jedoch dichter Bodennebel bis 12:00. Wir hören einige UL`s die über den Platz fliegen aber offensichtlich die Landebahn nicht sehen können. Dann, innerhalb von 10 min. klart es auf und wir haben bestes Flugwetter.
In einem atemberaubender Flug über Lynn Of Lorn über Glenforsa Mull dann richtung Norden und im Tiefflug über Loch Shiel nach Glenfinnan über die Highlands nach Fife.
Auf den Spuren des Higlanders.
Wir umfliegen die höchste Erhebung der Insel. 4.406 ft Ben Nevis es sieht aus wie in Lappland kein Baum, kein Strauch. hier liegt noch Schnee
Zwischenlandung in Fife. 20 Min. in der Warteschleife bis der letzte Springer am Boden ist. In Fife gab es nix besonderes, alles sehr nüchtern, 20,00 £ war die Landung nicht wert. Der anschließende Küstenflug hat uns dann wieder für alles entschädigt. Bei ruhiger See geniesen wir die tolle Landschaft. Zwischenlandung in Fife. 20 Min. in der Warteschleife bis der letzte Springer am Boden ist. In Fife gab es nix besonderes, alles sehr nüchtern, 20,00 £ war die Landung nicht wert. Der anschließende Küstenflug hat uns dann wieder für alles entschädigt. Bei ruhiger See geniesen wir die tolle Landschaft.
Die Landung in Eshott ist etwas konfus. Da ich keie Funkverbindung bekomme lande ich nach eigenem Ermessen. Der Platz ist riesig. Am Boden rolle ich dann erst mal zum falschen Hangar.
Dann haben wir mal wieder ein riesen Glück dass wir auf Paul Kiddell treffen. Er nimmt sich die Zeit uns zu einer Unterkunft zu fahren obwohl er selbst von einer Tour zurückkommt und zuhause erwartet wird.. Das Ziel-Gasthaus ist dann wegen einer Hochzeit voll belegt, so fahren wir zum nächsten Gasthaus.
THE COOK AND BARKER INN "Eine echte traditionelle Northumbrian Country Inn 'ist die perfekte Beschreibung für The Cook & Barker Inn. Von seiner erhöhten Lage über dem malerischen Dorf von Newton auf dem Moorgelegen. Das Inn hat eine hervorragende Aussicht auf die Küste von Northumberland und den Cheviot Hügel. Einzel B & B - pro Person 65,00 £ Das Abendessen und Frühstück war hervorragend
4. Tag 01.06.2014
Eshott- Breighton 09:52 - 11:09 , 01:17 h , 201 km Weiterflug
Breighton - EGLS Old Sarum 13:58 - 15:58 , 02:00 h , 329 km
Am nächsten Morgen holt uns Paul ( der verückteste Engländer den wir kennengelern haben ) vom Gasthaus ab und fährt uns zum Platz. Dann macht er noch 2 perfekte Startfotos von uns.
Flugplatzfest Breighton Der einzige Unterschied zu einem Flugplatzfest in Deutschland ist der, dass Flieger mit Hakenkreuz zu sehen sind. Wir machen 3 Std Pause, essen und trinken etwas und fliegen dann weiter in Richtung Süd-West nach Old Sarum mit dem Ziel die Anlage von Stonehenge zu umfliegen. Flugplatzfest Breighton Der einzige Unterschied zu einem Flugplatzfest in Deutschland ist der, dass Flieger mit Hakenkreuz zu sehen sind. Wir machen 3 Std Pause, essen und trinken etwas und fliegen dann weiter in Richtung Süd-West nach Old Sarum mit dem Ziel die Anlage von Stonehenge zu umfliegen.
Stonehenge ist vielleicht das berühmteste prähistorische Monument der Welt. Als einfache Erd-Gehäuse begonnen, wurde es in mehreren Etappen gebaut, ein einzigartiger abgeplattetem Steinkreis in der späten Jungsteinzeit um 2500 v. Chr. errichtet. Stonehenge blieb wichtig bis in die frühe Bronzezeit. Heute ist Stonehenge, zusammen mit Avebury eine Konzentration von herausragenden prähistorischen Monumenten.
Old Sarum ist die älteste Siedlung Salisburys (Wiltshire, England). Es gibt Anzeichen dafür, dass der Ort schon um 3000 v. Chr. bewohnt wurde. Old Sarum liegt auf einem Hügel, ca. drei km nördlich des modernen Salisburys, an der westlichen Seite der Straße, die nach Stonehenge führt.
Wir wohnen mit B&B unmittelbar neben der historischen Siedlung im Hause von Sue & Charles Luther .
No credit card, only cash.
wir verbringen einen Tag in Southampton, nicht der Rede wert.
Dann geht es weiter
Auf dem Flugplatz Old Sarum können wir eine beispielhafte Vermarktung von Bauland bewundern. Hier wird der Flugplatz nicht als störend für den Wohnfrieden dargestellt sondern als die besondere Atraktion. " hier können Sie Bauen, inmitten von an- und abfliegenden Flugzeugen " In Deutschland undenkbar !
6. Tag 03.06.2014
EGLS Old Sarum- EGJB Guernsey 12:03 - 13:26 , 01:23 h , 222 km
Nach dem Frühstück fährt uns Sue, unsere Gastgeberin für Bed und Breakfast zum Flugplatz. Das Wetter ist wie vorhergesagt, um 12:00 können wir starten, der Seenebel über dem Kanal hat sich aufgelöst. Bei bestem Wetter überfliegen wir den Kanal an der breitesten Stelle.
Unsere Flieger sind schnell versorgt, wir fahren mit dem Taxi in unsere Unterkunf, am Meer. Die Überreste aus der deutschen Besatzungszeit sind noch deutlich vorhanden. Das Hotel hat auch schon mal bessere Tage gesehen aber die Küche ist hervorragend. Auf besonderen Wunsch wird uns ein Lobster Menue zubereitet. Dazu gönnen wir uns noch eine Flasche Wein.
7. Tag 04.06.2014
EGJB Guernsey - LFRD Dinard, 12:14 - 12:50 , 00:36 h , 107 km LFRD
Dinard - LFPD Bernay, 15:09 - 16:17 , 01:08 h , 224 km
Flugplan zum Festland ist kein Problem, der Service ist OK. Leider hat mir einer eine Beule in die Tragfläche getreten. Ansonsten die übliche Startprozedur wie sie auf einem kontrollierten Platz immer ist. Vor dem bisschen Wasser haben wir mittlerweile gar keinen Respekt mehr.
Der Zoll und die Einreiseformalitäten sind eine reine Lachnummer. Wir müssen durch eine leere Halle rein und wieder rausgehen. Dann ist der Vorschrift genüge getan. Dann springt die CV nicht mehr an. Zunächst versuchen wir es mit dem Überbrückungskabel. Das bringt jedoch nix. Zum Glück gibt es auf dem Platz eine ULM Abteilung. Der französische Wolfgang Kaiser ist auch zufällig da. Im nu hat er festgestellt, dass das Zündschloß oder Relais im Eimer ist. Mal draufklopfen und es geht wieder.
Vorbei am Mont-St Michel hatten wir geplant in LFRW Avranches zu landen und zu übernachten. Leider ist aber niemand am Platz außer ein paar hundert Schafe auf der Rollbahn. So kommt es, dass wir einfach weiterfliegen ohne zu wissen, dass ein Notam die Gegend voll gesperrt hat.
Nach 30 Minuten habe ich einen neuen Wing-Men. Er ist mein Begleiter bis zur Landung in Bernay.
Hier werden wir freundlich empfangen mit der Bitte doch mal die Luftaufsicht anzurufen. Die französische Luftwaffe hat uns bis zur Landung verfolgt. Der Club hat eine hervorragende Infrastruktur. Sofort werden wir am Bildschirm Informiert, dass wir einen Luftraumverstoß begangen haben. Die ganze Gegend ist mit einem Notam belegt wg. der 70 Jahre Landung in der Normandie. Dank Jürgens diplomatischen Geschick geht die Sache noch mal gut aus. Wir haben mal wieder das Glück, dass wir in die Stadt gefahren werden.
Bernay ist eine französische Gemeinde mit 10.288 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Eure in der Region Haute-Normandie. Sie ist Verwaltungssitz des Arrondissements Bernay und der Kantone Bernay-Est und Bernay-Ouest. Bernay gehört zum Gemeindeverband Bernay et des environs. Wir haben mal wieder das Glück, dass wir in die Stadt gefahren werden. Noch kurz vor Ladenschluss können wir und mit dem Notwendigsten eindecken um auf unserer Loggia genussvoll den Tag zu beschließen. Wir bekommen einen Schlafplatz im La Mousserie 2 Place Ancien Hotel Dieu, 27300 Bernay

wieder daheim !!

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